Nader und Simin - Eine Trennung

Iranischer Film, Oscar, Asghar Fahadi

Nader und Simin - Eine Trennung

Admin
05, Mar, 2021

Nader und Simin - Eine Trennung, ist der Titel eines Spielfilms aus dem Jahr 2011 des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi. Er spielt vom Schicksal zweier Familien im heutigen Iran; die eine aus dem modernen, gebildeten höheren Mittelstand, die andere aus der streng gläubigen Unterschicht. Das Werk des preisgekrönten Regisseurs konzentriert sich vorrangig auf allgemeine zwischenmenschliche Dynamiken von Schuld, Vertrauen und Verantwortung. Der Film mit seiner fast dokumentarisch erzählten Handlung gewann im Februar 2011 bei den Internationalen  Filmfestspielen in Berlin einen Goldenen und zwei Silberne Bären sowie einen Academy Award (Oscar) und einen Golden Globe.

Die Handlung

Nader und Simin sind seit 14 Jahren verheiratet und leben mit ihrer 11-jährigen Tochter Termeh in Teheran. Simin (Leila Hatami) spielt mit dem Gedanken, das Land zu verlassen, wobei die Eheleute anfänglich geplant hatten, gemeinsam auszuwandern. Doch Nader (Payman Maadi) möchte seinen an Alzheimer erkrankten Vater nicht zurücklassen. Folglich reicht Simin die Scheidung ein und zieht zu ihrer Mutter. Bis das Sorgerecht geklärt ist, ist Nader gehalten allein für seinen Vater sorgen. Da er dies neben seinem Beruf und der Obhut über seine Tochter nich allein bewältigen kann, bittet er die streng muslimische Pflegerin Razieh um Unterstützung. Aufgrund ihres Glaubens - der ihr das berühren von Männern nicht ohne weiteres gestattet –, wird sie mit dem stark Pflegebedürftigen Vater bald hoffnungslos überfordert. Als Nader eines Tages nach Hause kommt, bemerkt er seinen Vater alleine zu Hause an einen Nachttisch angefesselt. Als er Razieh mit der Situation zur Rede stellt, führt dies zu tragischen Folgen, die nicht nur Naders Leben erschüttern, sondern gleichsam das Bild zerstören, das sich seine Tochter Termeh von ihrem fürsorglichen Vater bislang gezeichnet hat.


Auszeichnungen

Bei den 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) im 2011 gewann der Film mit dem Goldenen Bären den Hauptpreis des Festivals sowie den Silbernen Bären für das beste männliche und weibliche Schauspielensemble. Erstmals in der Geschichte der Berlinale wurden damit der Hauptpreis sowie beide Darstellerauszeichnungen an einen einzigen Film verliehen. 

Bei der Oscarverleihung 2012 gewann das Meisterwerk als überhaupt erster iranischer Nominee einen Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Die gleiche Auszeichnung erhielt 
Nader und Simin - Eine Trennung bei den Golden Globes Awards. Zudem war der Film für das beste Originaldrehbuch nominiert.